Große Sportwagenausfahrt "Collio"!

2009

Last update: 14. September 2009.

„Der Weg ist das Ziel“ heißt ein viel zitierter Slogan. Unser Ziel war das berühmte Collio-Weingebiet, gelegen in der östlichen Provinz Gorizia an der slowenischen Grenze. 16 Sportwagen der verschiedensten Marken sowie ein Begleitfahrzeug waren von Klagenfurt aus aufgebrochen, um auf ausgesuchten Umwegen diese schöne Landschaft und das Städtchen Cormons zu erreichen.
Erste – traditionelle – Station war nach Fahrt durch das schöne Rosental der alte Grenzübergang bei Thörl-Maglern, wo sogleich ein Capuccino eingenommen wurde. Über den Predilpass kamen wir ins Isonzotal (hier in Slowenien heißt dieser Fluss Soca), um bei Zgaga über den Ucceapass wieder nach Friaul zu gelangen. Über Tarcento und Cividale erreichten wir Castelmonte, wo die berühmte Bergrennstrecke auf uns wartete. Wegen widriger Umstände konnte die gefahrene Bergwertung nicht gewertet werden – so fühlte sich fast jeder als Sieger.
Das Mittagessen im Weingut La Rajade war ein „Gedicht“ in Form eines bodenständigen 7-Gang-Menues, zu dem jeweils der entsprechende Wein gereicht wurde. Im Anschluss daran machten wir eine aufschlussreiche Führung durch die Produktions- und Lagerräume mit.
Wunderbar gesättigt und von den vorzüglichen Weinen wohl ein bisschen illuminiert besuchten wir noch San Floriano, den höchstgelegenen Ort im Collio, wo in der schönen Kirche gerade ein Mann in sein Verderben rannte.
Hernach war es nicht mehr sehr weit zu unserer Unterkunft, dem Hotel Felcaro am Stadtrand von Cormons – übrigens der Partnerstadt von Friesach. Cormons ist anscheinend das Zentrum der Verehrer des österreichischen Kaisers Franz-Josef I. Schon in der Hotelhalle wird man von 2 lebensgroßen Figuren, die den Kaiser und seine Sisi in Originalkostümen darstellen, empfangen. Überall an den Wänden hängen Gemälde und Fotos der Zusammenkünfte der letzten „Kaisertreuen“. Alljährlich im August wird in Cormons und Umgebung das große „Kaiserfest“ mit vielen Originalkostümen gefeiert.
Am Sonntagmorgen fuhren wir über Palmanova und Codroipo nach Passariano, direkt zu den Anlagen der Villa Manin, der prunkvollen Residenz des letzten Dogen von Venedig. Die Villa Manin ist nicht ein einzelnes Gebäude, sondern eine ausgedehnte Schlossanlage mit vielen Gebäuden und Grünflächen. Hier wurde im Jahre 1797 der als Frieden von Campoformido bekannte Vertrag zwischen Napoleon und Österreich unterzeichnet, der nicht nur einen langen, blutigen Krieg beendete, sondern auch das Ende der glanzvollen Republik Venedig besiegelte und eine Veränderung der Grenzen und Geschicke der Völker in einem großen Teil Europas herbeiführte.
Nächstes Ziel war der ziemlich unbekannte Passo Chianzutan, eine tolle, wie für uns geschaffene Bergstrecke, die uns auch großen Spaß machte. Danach war dann auch schon das Mittagessen im Hotel Carnia auf dem Programm. Dieses ausgezeichnete Restaurant hatte seinerzeit Hubert Peroutka für uns ausgesucht und seitdem kehren wir hin und wieder dort ein und denken dabei ein wenig an unseren Hubert.
Da der von uns ins Visier genommene Naßfeldpass auf italienischer Seite wegen Bauarbeiten gesperrt war, mussten wir diese romantische Strecke wohl oder übel auslassen. Über Villach und Velden gelangten wir dann zum Keutschacher See, wo wir im Restaurant Alt Wien den beliebten Scheidebecher nahmen.
Unser Freund und Sportwagenfahrer Gerhard Puff feierte Anfang Juni in alter Frische seinen Siebziger. Lieber Gerhard! Herzlichen Glückwunsch, viel Gesundheit und noch viele schöne Ausfahrten wünschen dir die Freunde aus der KMVC-Sportwagengruppe.

Rudolf Schranz
 

 

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