32. Kärntner Schneerallye 2009!

23. - 25. Jänner 2009

Last update: 02. März 2009.

Noch sind uns einige Winter der letzten zehn Jahre gut in Erinnerung, wo unsere Veranstaltung eher den Namen „Schneesuchrallye“ verdient hätte. Heuer kann man das wohl nicht behaupten, wenngleich der in den Niederungen lebende Bürger nicht ahnen konnte, wie schwierig die Schneeverhältnisse rund um unser Gebiet bei St. Urban tatsächlich sind. Anlässlich der ersten Streckenbefahrung wurden weiter oben an schattigen Stellen ca. 40 bis 50 cm gemessen. Das Problem war der Aufbau der Schneedecke: Die oberste Schicht bestand aus bis zu 10 cm gefrorenem Harsch, darunter Schnee mit der Konsistenz von Kristallzucker. Sobald Steigungen zu bewältigen waren wurde das Fahren zu einem permanenten Rutschen, Wühlen, Eingraben u.s.w. Da mussten auch 6x6 Pinzgauer mit Ketten passen, außer der grub solange mit den Rädern, bis der Untergrund erreicht war. Dann ging es wieder einen Meter vorwärts, danach musste man wieder graben und so weiter und so fort. Wir von der Organisation bewaffneten uns immer wieder mit Schaufeln und Spaten, um unsere Oldies auszugraben. An ein Fahren, so wie wir es immer praktiziert hatten, war nicht zu denken. Also wurde unser Ehrenmitglied und Gönner „Volte“ Stubinger gebeten, die vielen Wege mit seinem großen Allradtraktor so herzurichten, dass eine einigermaßen zügige Fortbewegung möglich war. Wie immer war er sofort bereit diese Arbeit, die vor allem in den steilen und teilweise hängenden Wegen sehr gefährlich ist, für uns zu erledigen. Der Regen am Tag vor der Veranstaltung war ein Glück, da der lose Kristallzuckerschnee durch das Wasser ein wenig gebunden wurde.
Die von den Wetterfröschen angesagten Niederschläge dürften doch viele von der Teilnahme abgehalten haben und so mußten wir bei Rallyebeginn feststellen, dass 15 angemeldete Starter nicht erschienen waren, so wurden daher nur 32 mit Startnummern versehene Fahrzeuge gezählt, das ist die geringste Anzahl seit es die Kärntner Schneerallye gibt. Absolut positiv dagegen war die Tatsache, dass außer Österreichern auch Deutsche, Slowenen, Polen und ein Schweizer teilnahmen.
Nichtsdestrotrotz wurde den Erschienenen für ihr Nenngeld was geboten, eine Herausforderung folgte der anderen. Wir konnten hier kilometerweit Wege befahren die ihren Namen nicht wirklich verdienen und die zu Fuß als Kletterpartie auf Schnee und Eis angesehen werden können. Eine 40-%-Steilstrecke unweit des Gasthauses „Loisebauer“, dessen Wirt uns übrigens in dankenswerter Weise seit vielen Jahren Wege zur Verfügung stellt, musste bereits nach ca. 15 Fahrzeugen aus dem Streckenplan genommen werden, da das blanke Eis zu Tage getreten war und jedwede Bodenhaftung unmöglich machte.
Eine Attraktion für sich war wieder die Mittagsrast bei unserer Feldküche (Gulaschkanone) wo nicht nur die Geländewagenfahrer, sondern auch Besucher von unseren KMVC-Damen (mit Herrenunterstützung für die groben Arbeiten) auf das Beste mit der legendären Schneerallye-Gulaschsuppe und auch mit Frankfurter- bzw. Wienerwürstchen (je nach Konsument), und selbstverständlich heißen Getränken bewirtet wurden. Ein großer Dank geht an diese verlässliche Truppe, die vom Auf- bis zum Abbau der Küche und des Umfeldes gut acht Stunden im Freien, auf Eis und Schnee arbeitend, verbringt.
Natürlich gab es auch einige Pechvögel, die von ihren fahrbaren Untersätzen im Stich gelassen wurden. Am Übelsten erging es wohl unserem Gruppenleiter Gerwald Jaritz, wobei hervorgehoben werden muß, dass der von ihm gefahrene Willys Overland Jeep MB mit dem Baujahr 1942 das bei weitem älteste Fahrzeug im Starterfeld war: Schon bei der ersten Streckenbesichtigung zwei Wochen vor der Veranstaltung verabschiedete sich unerlaubterweise eine hintere Steckachse. So weit, so schlecht. Am 2. Tag der Rallye, im Zuge einer Bergabschrägfahrt, tat der Jeep wieder was er wollte, gehorchte den Lenkbefehlen seines Meisters nicht und demolierte an einem Baum den rechten Kotflügel. Gleich danach entfernte sich der Hupenknopf in hohem Bogen in die Botanik, das zählte aber fast nicht, denn im Wald ist sowieso Hupverbot. Da der Vergaser bei dieser Veranstaltung noch nicht gestreikt hatte, holte er dies noch nach, so dass Gerwald in den vergleichsweise luxuriösen Volvo Lappländer unseres Freundes Ulrich Kukuk aus Deutschland wechseln konnte und dabei feststellte, dass dieses Fahrzeug seinen Namen nicht zu Unrecht führt und tatsächlich für die Fortbewegung in Eis und Schnee gebaut wurde.
Wie schon seit vielen Jahren fand der Gemeinschaftsabend mit der Ehrung der Gruppensieger wieder im inzwischen ganz toll ausgebauten (mit Wellnessbereich und so) Hotel-Restaurant Pfeffermühle statt. Die Familie Kogler ist längst ein Teil der Schneerallye geworden, unterstützte uns in jeder Hinsicht und trug enorm viel dazu bei, dass sich unsere Gäste wiederum wirklich wohl fühlten.
Die diesjährigen Wettbewerbe bestanden aus je einer Prüfung in Werkzeugkunde und des Schätzvermögens.
Letztlich gilt unser Dank auch der Gemeinde St. Urban und den vielen Grundbesitzern, die es erst möglich machten, die 32. Kärntner Schneerallye zu organisieren.
ACHTUNG: Im Magazin AUTO BILD ALLRAD (ist am 13. Feber erschienen) finden Sie einen vierseitigen Bericht von der 32. Kärntner Schneerallye des KMVC.

Rudolf Schranz

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Onlinebericht von AUTOBILD ALLRAD 

Reisebericht von Markus Köbler 
Videoclips von Markus Köbler auf YouTube 

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  Fotoalben
      - Teil 1 (Autobild - Achtung Copyright!!)
      - Teil 2 (Knes)
      - Teil 3 (Struckl)
 

REAKTIONEN:

Hallo Gerhard,

nach einem kurzen aber wunderschönen Wochenende in St.Urban bei der Schneerallye sind wir wohlbehalten wieder in Reutlingen angekommen.
Ich möchte allen danken die daran mitgewirkt haben, diese Veranstaltung zu organisieren und zum guten Gelingen beigetragen haben. Den Tourguides, die uns die schönen Strecken gezeigt haben, die Köchinnen, die uns einen sehr schmackhaften Gulasch zubereitet haben und all den anderen Helfern die im Hintergrund gewirkt haben.
Die weite Anreise hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Vielen Dank
Viele Grüße und hoffentlich bis zum nächsten Jahr

Uli Kukuk aus Reutlingen

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